Informationen zur herkömmlichen Telefonakustik, dynamische Kapsel

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Friedrich Reiner
1881-2012
Telefonfabrik

Wie funktioniert eigentlich die normale Telefonakustik?

(Dynamisches Prinzip)



Bei dem heute fast ausschließlich verwendeten Lautsprechern wird das sogenannte dynamische Prinzip angewandt. Um einen Ringmagneten mit unterer und oberer Polplatte wird ein Magnetsystem so geformt, dass in einem schmalen Luftspalt ein möglichst hoher magnetischer Fluss entsteht. In diesem ringförmigen Luftspalt taucht eine Spule ein. Die Spule wird von eine, Membran frei schwingend gehalten, die wiederum an seinem Rand fest fixiert ist.

So lange durch die Spule kein Strom fließt, befindet sich das System im statischen Gleichgewicht.

Fließt Strom durch die Spule, baut dieser ein Elektromagnetfeld auf, das in Wechselwirkung mit dem vom Magnetsystem erzeugten Magnetfeld tritt. Die zwei Systeme stoßen sich gegenseitig ab, wie man es von einfachen Magneten mit gleicher Polarität kennt. Die Spule versucht regelrecht aus dem Luftspalt zu katapultieren, was wiederum von der eingespannten Membrane verhindert wird. In Abhängigkeit der gespeisten Stromstärke schwingt die Membrane und versetzt die davor befindlichen Luftmassen in Bewegung. Die Aufgabe Strom in Schall zu transformieren ist somit erfüllt. Der große Vorteil des dynamischen Prinzips ist die Linearität der Umwandlung, d.h. ein guter Klang. Die Kapsel emittiert allerdings bis zu 6-800 nT Feldstärke direkt am Kopf. Konstruktive Maßnahmen zur Emissionssenkung sind teuer und meistens nicht ausreichend. Das Vorhandensein von Elektrosmog ist für die Funktion des dynamischen Lautsprechers eine Voraussetzung für die Funktion