Informationen zur Piezoakustik, Piezo, Piezokapsel, Piezokristalle

FAQ     Impressum    AGB    Reparaturen

Start        Produkte        Museum        Support

 
Friedrich Reiner
1881-2012
Telefonfabrik

Was ist eigentlich Piezoakustik?



Eine andere Form der Umwandlung von Strom in Schall ist das piezoelektrische Prinzip. Seit 1880 ist bekannt, dass bei mechanischer Beanspruchung bestimmter Kristalle proportional zu diesen auf ihnen elektrische Ladungen entstehen, die eine elektrische Feldstärke im Kristall erzeugen. Der Effekt ist reversibel und eignet sich zum Aufbau von Lautsprechern.

Die Piezoakustik zeichnet sich durch einen sehr hohen elektroakustischen Wirkungsgrad sowie einer flachen Bauform aus. Es ermöglicht einen kostengünstigen planaren Aufbau von Telefonhörkapseln. Aus heutiger Sicht hat diese Technologie noch den Vorteil, dass sie nahezu ohne elektromagnetische Feldimmission auskommt.


Gegenüber der herkömmlichen Telefonakustik kommt eine Piezokapsel ohne Magnet und ohne Spule aus. Eine Piezokapsel setzt Strom so in Bewegung um, das eine dünne Keramikscheibe ähnlich wie Porzellan ebenfalls auf eine Membrane geklebt wird. Die kreisförmige Membrane wird am Rand festgeklemmt. Der angelegte Strom löst Bewegungen im keramischen Material aus, die von der Membrane in hörbaren Schall umgewandelt werden. Das so aufgebaute System reicht aus um einfache Warnsignale abzugeben. Die so genannte Wandlerplatte verstärkt um seine Eigenresonanzfrequenz herum die Töne übermässig und andere dämpft sie zu sehr, d.h. die nicht korrigierte Charakteristik der Piezokapsel ist nicht linear.

Es bedarf einer aufwendigen Konstruktion und einer präzisen Fertigungstechnologie um qualitativ hochwertige Piezokapseln herzustellen. In einer Piezohörkapsel sind mehr als 80 akustische Korrekturglieder enthalten, die zu dem guten Klang führen.

Die Entstehung von Elektrosmog wird von der Piezokapsel nicht konstruktiv verhindert, sondern die fast völlige Elektrosmogfreiheit resultiert aus der physikalischen Wirkungsweise.